bereits veröffentlich Via Stream
Es gibt wieder auf die Fresse für eure Ohren. Die Maskenmänner der Wrestelmanicas powerbomben euch ihr Album „Don`t Try This At Home“ in die Speeker. Kurz, prägnant auf den Punkt.
Und mit Kurz meine ich auch Kurz. Das Album hat mit unter 22 Minuten Spielzeit weniger Laufdauer als Slayers „Raign in Blood“. Macht aber nichts denn in den 21,39 Min (Was BTW länger ist als so manches Brock Lesner Match der letzten Jahre), knallt es gewaltig.
Der Titel Track startet direkt mit einem Markanten Intro. Denn wer Mitte der 00er Jahre Smack Down auf Tele5, und später Sport1, verfolgt hat, kennt noch die markenten „Don`t Try This at Home“ Spots zu Beginn der Show. Dannach erwartet uns tief gestimmter Thrash mit Death Appeal, was den Tonus des Albums vorgibt. Mit 2.47 Min ist das tatsächlich der drittlängste Song des Albums.
„We Wan`t Blood“ ist eine Forderung die man heutzutage ehr von AEW als WWE erwarten kann. Das war mal anders. hier steigen wir direkt mit einem schnellen thrashing Riff ein. Der Song ballert herrlich schnell und wird nur im Solo Part ein wenig gebremst. Das stück ist auch das einzige, neben dem letzten Song, dass die 3 Minuten Marke überschreitet. Mit 12 Sekunden um genau zu sein. Hier dominiert auf jeden Fall mehr der Thrash als der Death Metal.
Das ändert sich mit „I Shot Dino Bravo“. Der Song über den einstigen Wrestler der von der Zigarettenmafia erschossen wurde weil er eben auch jene Glimmstängel schmuggelte, war bereits auf der „Promo 2026“ Demo zu hören. Hier schallt es stark nach Asphyx, auch wenn das nur für meine Ohren gilt. Die eigentlich Inspiration waren hier wohl mehr Powertrip. Der schwarze Humor mit dem im Intro zu hörenden anzünden einer Ziese, dem darauf folgenden Schuss und der Textzeile `Smoking Kills` wurde ja bereits von mir erwähnt.
„Vicious Sycopath“ handelt von Sid Vicious. Und damit ist nicht der talentfrei Bassist der Sex Pistols gemeint. Sonder Phsycho Sid Viciuos, der Wrestler aus der Attitude Era der WWF. Damit erklärt sich dann auch die Schreibweise des Songs. Dieser nimmt ordentlich Tempo raus und agiert auch etwas mehr im Death als im Thrash Bereich. Auch wenn die Gitarren sehr rau und dreckig klingen. Frontman Mariano El Bastrado kramt dafür noch mal richtige Kotzvocals aus seiner Kehle hervor. Sid war zwar nie ein Maineventer. Aber durch seine Psychopathen Rolle und seine, im Text als `High like a Skyscraper`, beschriebene Statur war er ein Fan Favorite.
Mit „March Of The S.H.E.I.K.“ kommen wir zu einem Stück über den einst beliebtesten Heel seiner Zeit und leidenschaftlichen Hulk Hogan Hasser. Der Iron Sheik. Und tatsächlich bestehen die Lyrics des Songs komplett aus einer Aufnahme des Sheiks in der er Hogan gottlos beschimpft und mehrfach die F- Bombe zündet. Ob das damals so ausgestrahlt worden wäre ist fraglich.
„I Like To Hurt People“ ist, wenn man mal die WWE außenvor lässt, ein Credo das auf viele Wrestler zutreffen würde. Gemeint ist hier aber Abdullah The Butcher. Der Song ist mit 1:28 Min der zweitkürzeste des Albums (Kürzer ist nur der direkte Vorgänger mit 1:21 Min). Darum muss Dampft gemacht werden. Kurzes Drumroll zum Einstieg und ab gehts.
„Cocaine & Cowboyboots“ ist, trotz der Tatsache das zwei Songs zu vor inflationär das Wort Fuck benutzt wird, der einzige Track mit einer Content Warnung auf Spotify. Inhaltlich geht es um Herb Abrams, dem Promoter der UWF. Dieser hatte eine Leidenschaft fürs koksen und für Cowboystiefel. Ersteres kostete ihm dann irgendwann das Leben und man fand ihn tot nur mit zweiterem bekleidet in seinem Hotelzimmer. Über ihn gibt es auch eine Dark Side Of The Ring Dokumentation. Hier klingt die Musik, trotz des Themas, mehr nach Thrash als Death Metal. Aber dafür garstig und räudig. Das ballert gut aber lasst trotzdem das Kokain aus eurem System.
„Broken F`N Neck“ startet mit einem Crowed Chant den jeder Wrestlingfan sofort erkennt. `You Suck!`. Jetzt ist klar es geht um Kurt Angel. Der Mann hatte 1996 bei den Olympischen Spielen In Atlanta tatsächlich Gold im Ringen geholt. Und das, wie er selber nie müde wurde zu betonen, mit einem Broken Fucking Neck. Das ganze war auch nie eine Wrestlingstoryline sondern ist tatsächlich so geschehen. You Suck ist dann auch der Aufhänger des Textes. Der Song hat nicht viel Zeit, nicht mal ganz zwei Minuten. Also ballern die Jungs direkt thrashig los. Die Catchfrases `Broken Freaking Neck`, `You Suck` und `Ìts True` bilden quasi den gesamten Text. Mehr brauchts auch nicht.
Der letzte Track „Mastodon“ ist mit 3.34 min das längste Stück des Albums. Da es sich um ein Featuring mit Diaroe Fronter Christian handelt, dessen Band einst Death und Grind zusammen vermengte. Klingt der Song auch demensprechend. Er war ebenfalls schon auf der „Promo 2026“ zu hören und porträtiert die Wrestling Jahre von Big Van Vader in Japan. Der Typ war wirklich ein Mastodon.
Fazit: „Don`t Try This At Home“ ist für alle geeignet die sich in der Schnittmenge Thrash und Death Metal bewegen und diesen kurz und auf dem Punkt gebracht lieben. Du musst kein Wrestlingfan sein um die Musik zu verstehen. Den feinen schwarzen Humor wirst du aber dann nicht raffen. Die Spielzeit ist kurz aber dafür gut gefüllt. Der perfekte Squash für zwischendurch. Derzeit gibt es das Album nur via Stream. Ob es eine Physische Veröffentlichung geben wird weiß ich derzeit nicht. Das ändert aber nichts daran dass die Qualität der Musik herausragend ist. Also anhören sonst Suplex ihr Suckaaaaaa. Cheers.
