Walt Disney Das Lustige Taschenbuch Heavy Metal Teil1

Ja ihr lest richtig. Es gibt ein LTB Heavy Metal. Dieses erschien 2025 in Kooperation mit dem Wacken Open Air. Natürlich möchte man sagen. Denn jetzt wo Kiss in Rente sind, muss ja jemand den Thron des peinlichen Merchandising übernehmen. Aufgrund der Länge des Buches werde ich das ganze in zwei Teilen veröffentlichen. Sonst wird es auch für euch zu viel zum lesen. Hier also Teil 1.

Ok um fair zu bleiben das Buch ist recht hochwertig aufgemacht. Der Schriftzug Lustiges Taschenbuch sowie der Titel Heavy Metal sind geprägt und in Metallic gefärbt. Auf dem Cover sehen wir einen Donald Duck mit Gitarre, Lederjacke, Wackenshirt und natürlich, möchte man sagen, langen Haaren. Dazu noch ein paar Stiefel aus dem Sortiment von Kiss. Fertig. Oh natürlich das Feuer nicht zu vergessen. Ja Pyros sind ein Bestandteil jeder großen Metal Produktion. Aber hier wirkt es sehr klischeemäßig. Aber warum denn jetzt Heavy Metal? Nun tatsächlich befasst sich der Inhalt mit 7 Kurz Geschichten die mehr oder weniger etwas mit Rock Musik zu tun haben. Aber lediglich eine davon, „Das Muss Lauter“, ist hier exklusiv für das Wacken geschrieben wurden. Die Anderen Storys sind wesentlich älter und auch in vorherigen LTB Ausgaben schon einmal erschienen. Ich werde hier auf jede einzelne Story eingehen. Das beinhaltet auch Spoiler. Also ihr seit Gewarnt, auch darüber das es eventuell etwas peinlich werden wird. Denn wer die Zielgruppe für dieses Machwerk sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz.

„Das Muss Lauter“ (2025)

Diese Geschichte ist die angesprochene ,exklusive, Wacken Story . Sie erstreck sich allerdings gerade mal über 14 Seiten. Donald und seine Neffen, bekanntlich Tick, Trick und Track, begeben sich zum, jetzt kommts, Quacken Open Air. Ja diesen Wortwitz hat man nicht liegen lassen. Ein wenig sehr Klischee behaftet ist die Darstellung der Metalfans. Da die Bücher, ganz im sinne des Disney Konzern, natürlich jugendfrei sein müssen. Werden die Musikfans hier nicht mit Bier dargestellt. Dafür hat wirklich jeder eine E- Gitarre dabei. Woher der Strom dafür kommen soll? Naja Cartoon/Comic Logik. Auch ein wenig cringe ist die Tatsache dass man hier in jedem Satz darauf eingehen muss wie freundlich doch all diese Metalfans sind (war Doro Pesch hier Ghostwriter?). Dass wird deutlich gemacht als Donald und die Jungs eine Autopanne habe und ihnen von den anreisenden Fans im Stau geholfen wird. Den berühmten Wackener Stau hat man tatsächlich gut getroffen. Donald und seine Neffen sind im übrigen nicht als bloße Fans angereist. Denn wie auch die übrigen Geschichten dar legen scheint Donald eine Vergangenheit als durchaus passabler Rock/Metal Gitarrist zu haben. Sein ambitioniertes Ziel ist es den Metal Battle zu gewinnen. Nachdem Donald einigen der anderen Teilnehmer eine kurze Demonstration seines könnes gegeben hat sind diese sich auch einig das er durchaus was drauf hat. Aber seine Gitarre ist nicht richtig getuned. „Das Muss Lauter!“, daher der Titel der Story. Die Dialoge sind relativ kindgerecht geschrieben, was aber an der ein oder anderen stelle……ach was im gesamten Buch zu ziemlichen Fremdschammomenten führt, einfach weil so weder Metal Fans noch der Otto normal Verbraucher reden würde. Donald soll für`s Feintunning seiner Klampfe also zu Faster Harder Stage kommen. Das ist also die Mainquest. Dieser gesamte Handlungsstrang spielte sich allerdings noch vor der Ankunft auf dem Festival ab. Auf dem befinden wir uns jetzt. Um Klar zu stellen wo wir sind, sind die Zelte mit Bannern, wie „Louder“, „Heavy Energy“ oder „Lass Rocken“ beschriftet. Ja es richtet sich an Kinder. Weil man zu spät angekommen ist bleibt nicht wirklich viel Platz um das Zelt aufzubauen. Graspop Gänger kennen das Problem. Während Donalds Neffen sich auf den Weg zum Music Camp machen….. Ach ja es gibt ein Music Camp für jugendliche, trifft Donald beim schlawienern über den Campground seinen Vetter (heute würde man Cousin sagen) Dussel der sich eine echte Luxusbude von Zelt aufgebaut hat. Sogar mit Flatscreen und Wohnzimmer Teppich (Ist das schon Glamping?). In dieser Realität gibt es keine Schlammokalypse und noch nicht mal Regen. Da Donald aber schnell zur Faster Harder Stage will schlägt Dussel vor ihn dort hin zu bringen. Auf dem Weg kommen sie an einem Orchester Vorbei welches mit Firefighters betitelt wird. Die anspielung sollte klar sein. Auch das Wackinger Village wird als Mittelalter Spektakulum (Warum nicht Quackinger?) angedeutet. An der Bühne angekommen gibt es aber ein kleines Problem. Der Sound bleibt aus. Warum? Dussel hat sein „Blubberlutsch“ (Bier ist halt nicht Kindgerecht) über einem Generator verschüttet. Auf die Frage ob man diesen nicht ersetzen könnte offenbart sich ein schwerer Organisationsfehler. Den die Techcrew ist nur zu zweit und bis sie alles repariert und neu verkabelt hätten wäre das Festival schon fast vorbei. Wie soll das Festival jetzt Stattfinden? Denn, und das ist der zweite Fehler der Orga. Das gesamte Festival wird über diesen einen Generator betrieben. Aber dem Entengott sei dank waren Donald`s Neffen im Bandcamp. Da lernt man nämlich nicht nur Songs zu schreiben. Sondern auch hochkomplexe Technische Geräte wieder instand zu setzten. Fragt ihr euch auch manchmal wie alt Tick, Trick und Track sind, und warum sie so viel intelligenter handeln als die Erwachsenen? Naja gut der Generator Läuft wieder und zur Belohnung dürfen Donald und die Jungs jetzt auf der Bühne spielen. Eine begeisterte Menge erscheint im Deus Ex Machina Stil vor der Bühne und alle haben Spaß. Ente gut alles gut. Ach ja Donald versenkt sich noch den Hintern an der Bühnenpyro.

Die Geschichte ist sehr Kindgerecht geschrieben doch weiß ich nicht ob dieser teils sehr platte Humor tatsächlich Kinder abholen würde. Der jetzige Festival Hack „Wacker Vorbereitet“ richtet sich aber eindeutig an Kinder. Sind in der Kategorie „Überlebensnotwedig“ Tatsächlich noch wichtige Dinge wie Zelt, Schlafsack, Isomatte, Klopapier und Gummistiefel aufgeführt, wirds bei „True Metal Zubehör“ schon etwas Cringe. Ist eine Kutte noch nachvollziehbar und ein Trinkhorn mal mindesten streitbar, wird’s mit Wikingerhelm und Seifenblasenmaschine schon grob peinlich. Nichts dagegen wenn das jemand in seinem camp hat. Aber wo ist da der True Metal Faktor? In der Kategorie „Wellness und Kultur“ dreht man dann komplett frei. Macht ein Campingstuhl noch Sinn (Auch wenn ich ihn ehr in der ersten Kategorie sehe) sind eine Gummiente im Metal Look und ein Edding für Tattoos tatsächlich Dinge die kein Mensch jemals, nie, unter gar keinen umständen, unironisch auf ein Festival mitnehmen sollte.

Ein kleiner Exkurs über die Gesichte des Heavy Metal leitet die zweite Geschichte des Buches ein

„Die Geburtsstunde des Rock`n`Roll (2010)

Es beginnt damit dass Donald`s Neffen ihn beim Luftgitarre spielen auf einem Tennisschläger erwischen während er seine Anlage auf Anschlag ballern lässt und eine, auf die Bedürfnisse des Enttenhausen Universums umgedichtete Version von „Jonny B Good“ mit krächzt. Angesprochen darauf macht er das was alte Menschen, bzw Enten, gerne so machen. Der Jugend erklären dass sie keine Ahnung von Musik hat. Er erläutert dass dieses Stück Musikgeschichte geschrieben hat als 1954 Edi Anderson bei einem Konzert am Hafen von Entenhausen den Rock `n` Roll mit seinem legendären Duckwalk Salonfähig gemacht hat, und das Onkel Dagobert genau an dieser stelle einen 50er Jahre Themenpark erbaut hat. Kurzerhand sehen wir wie die gesamte Bagasse sich zu eben jenem Park begibt. Vor dem Eingang wird Kleidung der 50er ausgegeben. Diese zu tragen ist Pflicht für die komplette Immersion. Außerdem darf niemand mit den Statisten im Park reden. Warum wird später noch einmal klar. Als sie den Park betreten sehen sie sich wirklich im Entenhausen der 50er Jahre. Donald`s Neffen merken noch an, dass sie vor wenigen Tagen schon einmal hier waren und noch alles baufällig gewesen sei. Während Daisy, ja die ist auf einmal auch in der Geschichte aufgetaucht, zu einem Hula Kurs an den Strand geht, will Donald lieber zu einem Garagen Konzert. Auch Cousin Dussel aus der vorherigen Geschichte, der mit einer Harley unterwegs ist (Es gibt normalerweise keine Marken aus unserer Welt im Entenhausen Universe. Aber hier muss man wohl eine Ausnahme machen um den coolen Rocker zu markieren) und Gustav Gans, der sich nach Platten der Zeit umsieht, legen einen Deus Ex Machina Auftritt hin. So findet Gustav eine Ron Asley Platte von 1953 die eigentlich als verschollen galt. Sogar die Panzerknacker treiben sich hier rum und fahren illegale Straßenrennen mit Hot Rods. Alle scheinen ihren Spaß zu haben. Alle? Nein ein kleines Gallisches Dorf namens Donald hat wieder was zu meckern. Er befindet sich nun vor einer alten Garage in der ein Edi Anderson Darsteller seine Songs perfekt wieder zu geben scheint. Was Donald jedoch gegen den Strich geht ist, das dieser Darsteller noch nicht einmal den legendären Duck Walk vollführt hat. Während er das bemängelt joined Gustav der Party. Zwischen ihm und Donald entbrennt ein Streitgespräch ob nun Andersons Duckwalk oder Asley Wing Swing den Rock `N Roll mehr geprägt haben. Donald fühlt sich daraufhin herausgefordert es Gustav zu beweisen, wenn nur dieser Darsteller mal etwas von seinem Handwerk verstehen würde. Kurzerhand stürmt er auf Edi Anderson zu und geigt ihm mal so richtig die Meinung. Er bezeichnet ihn als Imitation was Anderson schwer trifft und worauf er wutentbrannt das Konzert abbricht. Donalds Neffen kommt das ganze skandinavisch vor weshalb sie bei Betreiber, Milliardär und Großmogul Onkle Dagobert aufmarschieren und schnell dahinter kommen dass dies überhaupt kein echter Themenpark ist. Zusammen mit Daniel Düsentrieb hat Dagobert nämlich ein Zeitportal entwickelt und Donald und die Jungs befanden sich die ganze Zeit in den tatsächlichen 50er Jahren. Denn im Duckyverse scheint es kostengünstiger zu sein die Grenzen von Raum und Zeit zu überwinden, statt einen echten Park zu bauen. Und wir wissen alle wenn’s um Geld geht ist Dagobert Duck der Mr. Crabs von Entenhausen (“ Hallo ich mag Moneten“). Der Zeitraum in dem wir uns befinden ist laut Düstentriebs angebe der August 1954. Donald bemerkt nun langsam auch das der Edi Anderson, dem er Imitation vorgehalten hat, die ganze Zeit das Original war. Er merkt nun auch dass dieser seinen Duckwalk deswegen noch nicht aufgeführt hat, weil er diesen Schlicht noch nicht erfunden hat. Das bekommen auch die Panzerknacker mit. Sie beschließen Edi Anderson, einen Tag vor seinem Konzert, bei dem er den Rock N` Roll erfunden haben wird, zu entführen und ein fettes Lösegeld zu fordern. Sie verstecken ihre Geisel in der Autowerkstatt ihres Opas, der selbstverständlich noch gar nicht weiß dass er der Opa der Panzerknacker sein wird, auch wenn diese versuchen ihm das irgendwie verständlich zu machen. 1 Million Taler ist die Summe die die Panzerknacker von Onkel Dagobert fordern. Währenddessen sind wir schon am Tag der Veranstaltung und die Fans stehen in scharen vor der Bühne. Onkel Dagobert zeigt sich währenddessen von seiner empathischen Seite… nicht. Ihm ist es herzlich egal ob Anderson den Rock N´Roll erfinden wird. Das ist ihm keine Million wert. Beiläufig erzählt er noch dass er einst einen Mitarbeiter hatte der ebenfalls sehr versessen auf diese Musik war. Seinerzeit bekam er von Dagobert eine fette Vorauszahlung aber tätigte seine Arbeit dennoch nicht. Seit dem habe sich das Thema Vorauszahlungen für Dagobert erledigt. Jetzt durchbrechen wir wirklich das raum Zeit Kontinuum. Den beiläufig erwähnt Gustav Gans erneut das es Ron Asley sei der den Rock N`Roll erfunden habe, worauf Onkel Dagobert plötzlich erwähnt dass genau dies der Name seines Angestellten war, dem er den Lohnvorschuss gezahlt hatte. Tick, Trick und Track durchfährt dabei ein Geistesblitz. Sie stürmen zu einer Telefonzelle und rufen beim Vergangenheits Dagobert Duck an. Denn zufällig ist heute nicht nur der Tag an dem der Rock N`Roll erfunden werden soll, sondern auch der Tag an dem Dagobert Asley die Lohnvorzahlung gewährt. Sie rufen also bei ihrem Vergangenheits Onkel an und überzeugen Ron Asley davon sofort zur Konzert Venue zu kommen und an Stelle von Edi Anderson aufzutreten und so den Rock N`Roll zu erfinden. Das ist dann auch der Moment indem Asley die Lohnvorzahlung nimmt und die von Onkel Dagobert geforderte Arbeit zu Gunsten seiner Musikkarriere schleifen lässt. Es waren also seine drei Neffen die insgeheim für Dagoberts Verlust verantwortlich sind. Asley beginnt sein Konzert. Einer der Panzerknacker kommt erneut vorbei um mit Dagobert über das Lösegeld zu verhandeln. Doch dieser merkt an das man keinen Edi Anderson mehr bräuchte da gerade Ron Asley den Rock N`Roll erfindet. Das führt letztlich dazu das Opa Panzerknacker seine zukünftigen Enkel aus seiner Werkstatt wirft, sich Edi Anderson irgendwie befreien kann und selber zum Auftrittsort stolpert. Er betritt die Bühne und weist, den bereits spielenden Ron Asley, darauf hin dass er nun seine Musik spielen wird und diese trägt den namen Rock. Asley protestiert und will weiterhin seine stücke spielen die er als Roll bezeichnet. nach einer wüsten Prügelei auf der Bühne vollführt Anderson seinen Duckwalk während Alsey seinen Asleyswing durchzieht. Die Erkänntnis folgt auf dem Fuße. Beide haben durch ihre Kombination aus Rock und Roll den Rock N`Roll erfunden. Aber nicht nur dass. Plötzlich stürmt Dagoberts jüngeres selbst vor die Bühne und beschimpft Asley da dieser die von ihm erwartete Arbeit nicht ausgeführt hat. Doch die Fans bringen Dagobert auf eine bessere Idee. Er nimmt die beiden Musiker untervertrag und macht somit den Rock N`Roll weltweit bekannt….. und verdient sich an den Hundertmillionen verkaufter Platten einen goldenen Schnabel. Ente gut alles Gut.

Vor Beginn der nächsten Geschichte gibt es tatsächlich einen kindgerechten Exkurs in Luftgitarre spielen.

Willi Wirbels Schatz (2003)

Wir sehen Donald in einem schnieken weißen Smoking wie er hinter einem Schlagzeug sitzt. Tatsächlich wirkt die Szenerie ehr wie aus einem Jazz Club als von einer Rock Show. Plötzlich klinget ein Telefon. Es war nur ein Traum und Donald geht verärgert an den altertümlichen Apparat.

Szenenwechsel: Wir sehen eine aufgebrachte schimpfende Meute vor einem Haus die sich über den Lärm beschwert (müssen ganz klar Deutsche sein^^). Donald kommt gerade an und verschafft sich mit dem Zweitschlüssel Zugang. Es ist das zu Hause seiner, Fettern Dusel und Dummi, die einen heiden Lärm veranstalten. Offensichtlich wollen sie eine Band gründen (Grindcore?). Donald soll dabei den fehelenden Bass übernehmen, möchte dies aber nicht tun da er von Natur aus ein Schlagzeuger ist (Was seinen Traum erklärt). Dummi, der bis dato an den Drumms saß , bricht darauf in Tränen aus, weil Donald wohl in Begriff ist seinen Traum zu zerstören. Es stellt sich raus das Dummi einen Star Crush auf Wilma Wirbel hat. Die beste Schlagzeugerin der Welt. Sie hat Blonde lockige lange Haare und ist sehr schlank, was durch ihr Croptop gut zur Geltung kommt (Der Zeichenstiel wurde der Mode der frühen 00er Jahre angepasst). Der Traum einer jeden Ente. Dummis Plan ist es zusammen mit Dusel, der die Gitarre spielt, auf dem Entenhausener Musikfestival aufzutreten, um die dort ebenfalls gebookte Wilma, mit seinem Schlagzeugspiel zu beeindrucken und so ihr Herz zu erobern. Der Hacken an der Sache. Das Schlagzeug gehört eigentlich Donald. Aber als Dusel ihm erklärt das Bassisten bei den Fans schwer beliebt seinen (Ist das so?), knickt er doch ein. Den Gesang übernimmt er allerdings auch weshalb wir diese einzigartige Textzeile, mit verweis darauf das es sich um einen uralten Hit handelt, zu lesen bekommen :“ Saatkartoffeln haben Augen sind wie deine an zu schauben“ (Nein ich hab mich nicht verschrieben). Den Namen der Band bekommen wir zwar nicht präsentiert, aber dafür ihre kurze Suchen nach einem Management. Diese endet nämlich nach genau einer Audition mit einem Rauswurf aus dem Gebäude. Kam wohl nicht so gut an. Multitalent Dusel beschließt daraufhin selber der Manager der Band zu werden (Das bisschen Management macht sich doch allein sagt ein Mann). Sein Plan besteht daraufhin bei Onkel Dagobert, ja Dusel und Dummi sind auch seine Neffen, vorstellig zu werden und um Hilfe zu bitten, die dieser natürlich ablehnt. Erst durch das Angebot für den Slot auf dem Festival zu bezahlen willigt der alte Pfennigfuchser ein. Pay To Play einfach auf dem Punkt gebracht! Als Donald seine Bedenken darüber äußert dass sich die Jungs gerade hoch verschuldet habe, wischt Dusel das ganze einfach mit der Bemerkung beiseite, dass man jetzt bald rich and fame sein wird. Spoiler: Dieser Handlungsstrang wird am Ende einfach gar nicht aufgelöst. Allerdings schaffen es die Jungs dennoch zu ihrem Gig auf dem Festival.

Sie spielen und das sogar sehr schlecht. Das Dagobert nicht viel von dieser „Modernen“ Musik hält, haben wir bereits in der Story zuvor gemerkt. Aber auch das Publikum ist not amused. Einige Sidequests tun sich vorher noch einmal auf. So zum Beispiel das Daisy Donland, halb im Scherz, ermahnt er möge nicht mit den Fans flirten, dann im nachhinein von einer Gruppe junger Frauen um ein Autogramm gebeten wird und Daisy daraufhin eifersüchtig wird, nur um ihm wenige Augenblicke später wieder zu verzeihen. Aber die Mainquest ist immer noch die, dass Dusel seinen Schwarm beindrucken will. Dieser ist auch tatsächlich im Publikum. Nur interessiert sich die gute Wilma Wirbel ehr weniger für die Musik im allgemeinen als mehr für Dusels Schlagzeug Partitur. Multimillardär und Fridrich Merz Fan Dagobert Duck ist ebenfalls im Publikum und erkennt die Partitur die Dusel da spielt.

Rückblende: Dass das Schlagzeug eigentlich Donald gehört haben wir schon gelernt. Dass es ursprünglich aber mal Willi Wirbel gehört hat und dieser es , mit samt der Partitur, an Dagobert vermacht hat erfahren wir jetzt. Dagobert sollte eigentlich lernen diese zu spielen, hielt das ganze aber für Zeitverschwendung und schenkte das Instrument und die Partitur seinem Neffen. Damals bereute er es wegen dem Lärm den Donald beim Üben verursachte. Heute bereut er es weil er weiß was es damit auf sich hat. Willi Wirbel, der ein enger Freund Dagoberts war, hatte eine Goldmine entdeckt. Diese ist das eigentliche Erbe das er Dagobert hinterlassen wollte. Um sicherzugehen dass niemand anderes diese entdecken würde, schrieb er eine Schlagzeug Partitur die den code zur Mine enthält. Es wird zwar zu keinem Zeitpunkt erklärt wie dieser Code funktioniert, aber auch Wilma Wirbel weiß von der Mine und der Codierung in der Partitur. Wieder in unserer Zeitlinie versucht sie daher an diese zu kommen in dem sie sich an Dummie ran macht. Dieser ist ja eh schon bis über den Schabel in sie verknallt und ist bereit ihr die Partitur zu überlassen. Kurz um kommt es zum Showdown zwischen Dagobert und Wilma. Sie mopst die Partitur und Dagobert jagt ihr hinterher. Dusel, noch völlig überwältigt von seinem Crush auf Wilma will diese beeindrucken. Er zündelt mit der Bühnenpyro und verursacht so einen Explosion. Bei dieser kommt niemand zu schaden, Comic Logik halt, aber die Partitur ist verbrannt. Dass das den beiden Jägern des verlorenen Schatzes nicht gefällt ist klar. Kurzer Hand entschließen sich Donald, Dummie und Dusel dazu die Szenerie zu verlassen. Tatsächlich verfolgen sie weiter ihren Plan Profi Musiker zu werden. Im Abgang merkt Dummie noch an, das er nicht verstünde warum sich über den Verlust der Partitur so aufgeregt wird. Schließlich könne er sie Auswendig.

Bevor es mit der nächsten Story weiter geht macht Wacken noch einem Werbung für seine Jugendarbeit. Zum Beispiel für das Jugendcamp in dem Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren ermutig werden sollen selber Bands zu gründen und Musik zu schreiben. oder für die Wacken Foundation und das Wacken Metal Battle welches jungen Bands Auftrittsmöglichkeiten vor großem Publikum ermöglichen und den Gewinnern einen Plattendeal verschafft. Im Anschluss gibt es einen für Enten ausgelegten Crashkurs zum richtigen Headbangen. Ob der auch für Menschen was taugt testet bitte jeder selber.

Entenhausen Im Rock-Fieber (1981)

`Es ist Nacht in Entenhausen die Turmuhr schlägt Eins. Im Schutze der Dunkelheit kriecht der Abschaum und das kriminelle Gesocks aus seinen Löchern. Doch die braven Bürger der Stadt können beruhigt schlafen da einer es nicht tut. Er kann es auch nicht während seine Stadt im Gestank des Verbrechens erstickt. Es ist der Held den diese Stadt braucht. Phantomias. Ja so würde die Geschichte beginnen währe es ein DC oder Marvel Comic. Aber eines ist es. Eine Superhelden Geschichte. Mit dem Erscheinungsjahr 1981 handelt es sich um die Älteste Story im Buch und obwohl die Identität eines Superhelden geheim bleiben sollte wird doch recht schnell klar das hinter der Maske von Phantomias (Nicht zu verwechseln mit Phantomas) Donald steckt. Was kann diese Ente eigentlich nicht? Doch zurück zum Szenario. Es ist 01:00 Uhr mitten in der Nacht. Die Schreie einer verzweifelten Frau durchbrechen die Stille. Ein Untier verfolgt sie, doch Phantomias wacht über diese Stadt. Sofort eilt er zur Hilfe und mit ein wenig Betäubungsspray schickt er die kleine Feldmaus für einige Zeit ins Land der Träume. Ja genau das Untier war eine kleine Feldmaus und die hilflose Frau heißt Baronin von Schmatzdorf. Die ihrem Namen gerecht wird als sie Phantomias überschwänglich dankt. Die Zeitung am nächsten Tag berichtet von der Heldentat übertreibt bei den Ausmaßen der „Bestie“ aber maßlos (Muss wohl Springerpresse sein) so dass der Mythos von Phantomias als überentlicher Superheld genährt wird. Auch Donalds Neffen sind schwer beeindruckt. Da dieser nun einen gewaltigen Ego Boost erfahren hat, begibt er sich nachts darauf wieder auf Tour um seine Stadt zu beschützen. Aus einem nahegelegen Gebäude hört er schreie und ist so in Sorge dass er glatt durch das geschlossene Fenster springt. Im inneren wird jedoch mit Nichten eine grauenvolle Straftat begangen. Vielmehr sitzt eine Familie vor dem laufenden Fernseher und verfolgt die Übertragung eines Rock Konzerts. Die darbietende Band hört auf den Namen Drops, was für “ Die Rock Punkers“ steht. Originell geht anders. Donald… ich meine Phantomias ist enttäuscht darüber nicht helfen zu können und angewidert von der Musik zu gleich. Seine Neffen tags darauf ehr weniger. Die Nachricht das die Drops eine ganze Woche am Stück in Entenhausen gastieren und Konzerte im Sportpalast spielen werden, sorgt bei ihnen und der gesamten Stadt für Ektase. Donald verbietet es seinen Neffen jedoch die Konzerte zu besuchen. Der Grund? Blanker Neid. Er akzeptiert keine anderen Idole neben seiner Persona Phantomias in der Stadt. Da seine Neffen sich dann aber dazu entscheiden die Platten der Band aufzulegen, um wenigstens die Musik zu hören und kein Interesse daran haben von Donald Geschichten über Phantomias erzählt zu bekommen, geht dieser beleidigt ins Bett. Doch während dieser Nacht ereignet sich eine Verbrechenswelle in ganz Entenhausen. Menschen werden ihrer Besitztümer beraubt. Elektrogeräte, Schmuck und Uhren, Geld und Briefmarkensammlungen sowie Wertpapiere. Alles weg! Während Donald der Ansicht ist das die Leute selber Schuld sind wenn sie zu solchen Krachmachern gehen, sehen diese das ganz anders und geben Phantomias die schuld für alles. Dieser hätte ja als Superheld auch die Pflicht die Häuser der Bürger zu bewachen wenn diese nicht zu Hause sind. Um seinen guten Ruf behalten zu können beschließt Donald in der Kommenden Nacht wieder als Phantomias unterwegs zu sein. Doch erneut werden die Bürger bestohlen. Selbst im Rathaus stehen die lokalen Politiker nur noch in Unterwäsche da. Die Polizei, die ebenfalls im Konzert war, wurde ihrer Uniformen und Autos beraubt. Wie kann das sein? Fest steht aber für alle, Phantomias hat geschlampt und konnte die Stadt nicht schützen. Aus diesem Grund wird ihm ein Ultimatum gestellt. Er habe die Verbrechenswelle zu lösen. Andernfalls wird ihm sein Ruhm der Vergangenheit aberkannt und man streicht ihn von der Liste der Helden. Donald beißt darauf in den sauren Apfel. Nachdem er buchstäblich beim denken einen Graben in sein Wohnzimmer gelaufen hat, beschließt er selber Inkognito zu einem der Konzerte zu gehen. Dabei trägt er natürlich die obligatorische “ so wird mich keiner erkennen“ Sonnenbrille. Nach Beginn des Konzertes beschwert er sich erstmal über den fürchterlichen Krach. Donald muss ein Boomer sein. Nach ein paar Minuten bemerkt er allerdings dass die Leute scheinbar in eine Art Trance verfallen. Der Grund dafür scheint die Lichtshow zu sein. sie ist so eingestellt dass sie die Leute hypnotisiert. Da er seine Sonnenbrille trägt betrifft ihn das jedoch nicht da er der Lichteinstrahlung nicht direkt ausgesetzt ist. Die Band selber ist aber auch nicht das was sie zu sein scheint. Die Drops tragen Bühnenkostüme mit samt Masken. Da wir die Band jetzt zum ersten mal sehen habe ich es vorher auch nicht erwähnt. Doch unter den Masken stecken keine normalen Musiker. Es sind die Panzerknacker. Jetzt da alle nicht mehr bei Sinnen sind nehmen sie ihre Masken ab. Es stellt sich raus dass sich die Konzertbesucher selber beraubt haben. Da sie die Konzerte mehrfach besuchten brachten sie Abend für Abend, unwissend das sie Mental manipuliert wurden, ihre Habseligkeiten selber mit zu den Shows und übergaben sie den, als Drops getarnten, Panzerknackern. Doch da Donald nichts mitgebracht hat fällt er diesen sofort ins Auge und seine Tarnung fliegt auf. Unter seiner Kleidung hat er natürlich sein Heldenoutfit an. Eine direkte Konfrontation mit den Panzerknackern hält er aber für unklug da diese die hypnotisierten Massen gegen ihn wenden und damit die Sicherheit dieser gefährden könnten. Er beschließt sich zurück zu ziehen stolpert dabei aber in den Keller und findet dort die Echte Band. Diese wurden von der Panzerkanckern überwältigt, gefesselt und ihrer Bühnenkleidung und Instrumente beraubt. Doch er hat einen Plan. Da die Jungs einen unheimlichen verschleiß an Instrumenten haben, führen sie immer 3 ganze Sets an Ersatz mit sich (Gitarren zerkloppen ist bei den Drops also ein Ding). Phantomias Donald befreit also die Band und schneidet mit einem Laser ein Loch in die Kellerwand. Warum auch immer stehen die Jungs dann plötzlich im Zuschauerraum des Entenhausener Sportpalastes und fangen an ihre Musik zu spielen. Dadurch erwachen die Besucher wieder aus ihrer Trance und erkennen die Panzerknacker. Sofort geht der Mob auf diese los. Was mit diesen geschieht sehen wir aber nicht mehr. Die Band ist Phantomias aber so dankbar dass sie sich folglich in Phantomias Drops umbenennen und in seinem Heldenoutfit auf die Bühne gehen. Einen Song über Donalds Superheldenpersona haben sie indes auch geschrieben. Und gues what. Auf einmal findet Donald sie gut.

Das war der erste Teil. Die restlichen drei Geschichten werde ich dann in einem zweiten aufarbeiten. Bis dahin aber

Cheers!

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