World Metality Day

06.06.2026 Klosterschänke Kloster Oesede. Mit: Savage Blood und Metalicover

Die Klosterschänke in Kloster Oesede hat sich in den letzten Jahren zu einem kleinen Refugium für die Liebhaber klassischen Metals herauskristallisiert. Inhaber Robert Boßmayer veranstaltet immer wieder Konzerte mit lokalen und überregionalen Bands im Spektrum von Heavy und Power Metal, sowie manchmal auch Thrash Acts. Heute zum World Metality Day gibt es neben regionalem Heavy Metal auch eine Süddeutsche Metallica Tribute Kapelle.

Diese hat beim Einlass noch ihren Soundcheck und bietet mit „Ride The Lightning“ schon mal einen Vorgeschmack auf ihren Set. Die Klosterschänke ist auch kulinarisch auf alles vorbereitet. So gibt es etwa auf der Karte das Sandman Schnitzel oder den Turbo Lover Burger und dass sogar zu humanen Preisen. Oder wie der Deutsche sagen würde. `Zu dem Preis kannste nicht meckern`.

Kurz erklärt wer hier heute der Gastgeber ist. Metality ist ein Verein der sich u.a. für die Sichtbarkeit von mentalen Erkrankungen und der Barrierefreiheit auf Konzerten und Festivals stark macht. Der Verein agiert Deutschlandweit und hat verschiedene lokale Chapter. Also fast wie ein Biker Club. Die `Extreme Nice People` sind auch auf Festivals wie dem Rock Harz vertreten und für einen Mitgliedsbeitrag von 6,66€ pro Quartal kann man der Gruppe joynen. Jetzt erschließt sich auch warum genau heute der World Metalty Day ist. 06.06.26 =666.

Zur Musik: Eröffnen tun heute Savage Blood. Ein wenig witzig ist das schon da die Jungs auch am Kommenden Wochenende als Vorband von U.D.O. im Rosenhof in Osnabrück gebucht sind. Währe man hier streng müsste man vom Gebietsschutz Gebrauch machen.^^ Mit „Bloodstains“ eröffnen wir den Abend gefolgt von „Battle Cry“. So manowarig wie die Songtitel auch klingen so judaspriestig ist die Musik. Nach „Downfall“ gibt es mit „March Of The Blind“ einen komplett neuen Song, dessen Titel aber mal sowas von nach Krefelder Hobbit Metal klingt.^^ Die Band hat übrigens 10 Jähriges! Herzlichen Glückwunsch. Den Abschluss des Set´s soll dann eigentlich „Wheel Of Time“ setzten. Will uns Frontmann Peter glauben machen. Aber diese Zugabe Spielchen funktionieren halt nur bedingt wenn die Setlist offen auf der Bühne liegt. Die beinhaltet nämlich noch die beiden Songs „Savage Blood“ und We Sweet Blood“. Wir begannen mit Blutspuren und enden mit blutigem Schweiß. Klingt etwas eklig aber Blood In Blood out: Ach und fast hätten die Jungs vergessen das zu erwähnen Fuck AfD!

Metalicover aus dem Süden der Republik sind, wie der Name es vermuten lässt, eine Metallica Tribute Band (Eine Tribute Band setzt den Fokus auf nur eine Band die sie covern. Cover Bands spielen alles mögliche). Man ist auch gut damit bemüht das ganze recht authentisch nach zu stellen. Zwar ist es unmöglich eine riesige runde Bühne mit Snakepit aufzubauen, sowohl finanziell als auch Platz technisch. Aber ansonsten hat man an die Details gedacht. Die schwarz-roten Rockabilly Mirofone auf dem viel zu tiefen Ständer, die doppelten Schweißbänder die Hetfield trägt und sogar der Schlagzeuger hat ne Basecape auf, ist aber deutlich zu überqualifiziert um als Lars Ulrich durchzugehen. Eröffnen tun die Jungs mit „Creeping Death“. Die Setlist wird heute allgemein sehr klassisch ausfallen. Außer „Fuel“ (Reload), „Turn The Page“ (im Original von Bob Seger. Zu finden auf Metallicas Cover Album „Garage Inc.“) und „The Memory Remains“ (ebenfalls Reload) bewegt man sich eigentlich nur bis, einschließlich, zum Schwarzen Album (original Titel „Metallica“). Also bekommen wir als zweiten Track direkt „For Whom The Bell Tolls“. Das Stück „Fade To Black“ passt Thematisch sehr gut zu Metality, die sich mit dem Projekt `Black Dog` stark für von Depressionen betroffene Menschen einsetzt. Leider merkt man hier ein wenig das die Band Probleme hat die akustischen Parts des Songs sauber zu spielen. Das liegt aber auch daran das im Original hierfür keine E- Gitarren verwendet werden, und die Jungs hier und heute keine akustischen Gitarren dabei haben. Dennoch wirken Textzeilen wie `I have lost the Will to life`oder `Missing one inside of me` stark nach. Mit „The Four Horsmen“ und „Battery“, dessen Intro hier aufgrund der fehlenden akustik Klampfen vom Band kommt, wird’s dann wieder härter. „Master of Puppets“ und “ Welcome Home (Sanatarium)“ folgen. Nach „Hit The Lights“ folgt dann das eben schon erwähnte „Fuel“. Generell sind alle großen Tracks der frühen Jahre vertreten. „Sad But True“, „Where Ever I May Roam“ und natürlich „Nothing Else Matters“. Auch hier gibt es leider die ähnlichen Probleme wie schon bei „Fade To Black“

Wie bereits erwähnt findet auch „The Memory Remains“ seinen weg in die Setlist und das Publikum übernimmt, natürlich, den Part von Marianne Faithfull. Es ist Mitternacht als die Jungs mit „Enter Sandman“ und „Seek And Distroy“ dem Abend ein Ende setzten. Zwar gab es einige Probleme in den ehr seichteren Songstrukturen. Aber das gesamt Paket ist dennoch recht solide. Auch stimmlich kommt man einem James Hetfield recht nahe. 4/4 Sternen gerne wieder. Cheers

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