07.08.2026 Bastard Club in der Skatehall Osnabrück
Es ist unbestritten das Chuck Schuldiner ein Genie des (Extreme) Metal war. Ein schwaches Death Album gibt es einfach nicht. Zudem war das Genre Death Metal schon ab dem zweiten Album „Leprosy“ zu klein für seine Vision. Auf „Symbol“ waren sogar Einflüsse zu hören die später den Melodic Death Metal prägen sollten. Jedoch ist dieses Album für Left To Die nicht mehr relevant. Denn sie beackern das Erbe der Frühphase von Death (Für die Spätphase sind Death To All zuständig)
Zunächst muss ich aber etwas Kritik loswerden. 35€ für ein Death Metal Konzert, welches immer noch als Nische zu behandeln ist, sind einfach nicht ok. Auch die Merchpreise mit 30€ , also gerade mal 5€ weniger als das Ticket, sind nicht hinnehmbar. Noch dazu wenn man sieht dass das Shirt qualitativ echt nicht geil ist. Der Druck sieht aus wie ein Bügelmotiv. Es sei aber gesagt das der Bastard Club hier nicht Veranstalter sondern nur Veranstaltungsort ist. Die Ticketpreise von 40€ an der Abendkasse hat die Eventagentur Napalm Events, Beer & Music zu verantworten.
Den Opener machen die Dänen von Livlos, die ihren Merch übrigens für 15-25 € anbieten. Die Jungs werden als Melodic Death Metal Band mit Modern Death Metal Einflüssen angekündigt. Das Ding bei Dänen ist. Anders als ihre Kollegen aus Schweden oder Finnland, gibt es keinen spezifischen dänischen Sound. Es ist also immer wieder spannend, Bands von unserem nördlichsten Nachbarn zu entdecken. Das Quintett eröffnet mit dem Song „Solstice“. Was sofort auffällt sind, neben den harmonischen Gitarrenläufen, die außergewöhnlichen Drumparts. Es erinnert mich ein wenig an das druming aus Decapitated`s „Homo Sum“. Das ganze wird dadurch noch beeindruckender wenn man erfährt dass der Mann hinter der Schießbude, sich das ganze Set innerhalb von nur 5 Tagen drauf geschafft hat. Respekt! Auch ein paar Thrash Elemente meine ich bei Stücken wie „Orbit Weaver“ oder „Harvest“ rauszuhören. Der Mann am Mikro will ne Wall of Death mit anschließendem Moshpit? Kann er haben und wenn ich`s selbst anleiern muss! Dafür gibt’s dann später noch ne Fistbump. „Serpentine Supremacy“, „Usurpers“ und „Endless Majesty“ beenden den Set
Was Death für die Extreme Metal Szene getan haben ist unbestreitbar genial. Noch heute streiten sich die Gelehrten darüber ob nun Death`s „Scream Bloody Gore“ oder doch Possesed`s „Seven Churches“ das erste Death Metal Album der Geschichte darstellt. Letztere waren aber auch damals noch etwas thrashiger als Death. Left To Die verwalten das Erbe des 2001 an Krebs verstorbenen Master Minds Chuck Schuldenir. Das geht sogar soweit, dass das Aktuelle Album „Initium Mortis“ aus alten Demo Songs besteht die noch vor der eigentlich Gründung von Death, in einer Garagenband mit u.a. Kam Lee (Massacre) an Schlagzeug und Gesang und eben auch Chuck Schuldiner als Gitarrist, geschrieben wurden. Left To Die beziehen sich bei den Songs die sie spielen vor allem auf die Frühphase der Band (Death To All decken dann die Spätwerke ab). Demnach steigt man auch mit „Legion Of Doom“ von „Scream Bloody Gore“ ein (rrrrrrrrrrrrrrr what a Rush, schön Gruß an meine Wrestling Bubble). Es folgen „Open Casket“ von „Leprosy“ und natürlich „Scream Bloody Gore“. „Leprosy“ ist ebenfalls im Set und ob „Death By Metal“ dem Genre Death Metal seinen Namen verliehen hat? Man weiß es nicht….. oder doch? Natürlich muss eine Band die sich Left To Die nennt, auch den entsprechenden Song spielen und mit „Zombie Ritual“ endet der offizielle Teil des Sets. But wait there is more! Mit „Pull The Plug“ und „Evil Dead“ gibt’s noch mal ordentlich Nachschlag. Man merkt deutlich das die frühen Alben von Death tatsächlich noch mehr von Death Metal geprägt waren als die späteren, die wesentlich progressiver wurden und sogar schon Elemente dessen enthielten was Später in Göteborg zum Melodic Death Metal führet. Eine Tour mit Death To All zusammen wäre ja wohl mal ein Träumchen. Bis dahin verabschidet sich euer Inqui erstmal auf`s Reload Festival. Cheers
