`Das gute liegt so nah` sang Reinald Grebe einst in seinem Song „Urlaub In Deutschland. Und recht hat der Mann. Von Osnabrück nach Sulingen sind es gerade einmal 76Km um vom 13.08 bis zum 15.08. 2026 am Reload Festival teilzunehmen. Also sprechen wir mal über das Line Up.
Selber war ich noch nie auf diesem Festival. Das soll sich dieses Jahr aber ändern. Demnach kann ich zur Struktur und zum Aufbau des Areals nur dass sagen was ich grob über Youtube und andere Medien erfahren habe. Es gibt zwei Bühnen die im Wechsel bespielt werden. Außerdem hat das Reload seit längerem eine Partnerschaft mit Thomas Jensen und Holger Hübner vom Wacken Open Air. Diese stellen dem Festival nicht nur öfter mal Teile ihrer Wasteland Worriors zur Verfügung (zumindest soll es in den letzten Jahren vorgekommen sein) sondern auch Teile ihrer gebuchten Bands, die vorher noch selber auf dem W:O:A gespielt haben. Und genau zu den Bands kommen wir jetzt.
Und da fahren wir gleich die ganz großen Pötte. Judas Priest! Die Legende aus England gibt sich die Ehre in Sulingen. Eine der wichtigsten Bands der NWOBHM, die maßgeblich auch den Look des klassischen Heavy Metal geprägt haben, (und mit „Living After Midnight“ einen der ersten wirklich populären Wrestling Entrances in den 80er Jahren stellte) headlinen die diesjährige Ausgabe.
Aber auch für die härteren Klänge im Mainevent ist gesorgt. Wer mich kennt weiß um meine Liebe zum Melodic Death Metal. Passend zum WM Jahr greift man also mit einer klassischen doppelten Schweden Melo Death Spitze an. In Flames und Arch Enemy sind zwei der bekanntesten Vertreter des in Göteborg etablierten Stils. Auch wenn nur erst genannte aus eben jener Stadt kommen. Interessant wird dabei auch sein, wie sich die neue Frontfrau Lauren Hart bei Arch Enemy live einfügen wird.
Aber auch die Midcard des Reload`s ist gut besetzt. Die ebenfalls aus Schweden kommenden Orbit Culture waren 2025 der neue Hype im Melo Death. Dabei ist diese Genrebezeichnung fast schon zu klein für sie. Wenn auch das Grundgerüst vom Melodic Death getragen wird, mischen sie das ganze auch gerne mit Thrash und Prog Elementen und granieren es mit ordentlich Groove.
Um das Thema Melo Death noch abzurunden stehen mit Amorphis die perfekten Symbionten aus Melancholie und Härte auf der Matte. Auch hier ist Melo Death das Grundgerüst für ihre Musik die man schlicht als amorph bezeichnen kann. Nomen est Omen.
Grunge hatte seine Hochzeit in den 90er. Doch ganz verschwunden ist er nie. Godsmack aus Bosten lieferten einst den Soundtrack zum `Die Mumie` Spin Off `The Scorcpion King`, mit Wrestling Legende Dwayne „The Rock“ Johnson. Ihr Alternative Metal, Hard Rock, Post Grunge Mix kam auch in den 2000ern und darüber hinaus gut an.
Australien kommen AC/DC und Rose Tattoo. Während letztere auf großer Abschiedstour sind und die Band um Schuluniformträger Angus Young nur noch ihn als original Mitglied hat, können Airbourne dieses Erbe mittlerweile ganz gut verwalten. Ihr klassischer Sound richtet sich an die Puristen unter euch und das die Aussies positiv gewaltig einen an der Klatsche haben, macht sie umso sympathischer.
Malle ist durch. „We Going To Ibiza“. Denn Belive it or not die Vengaboys gibt es noch. Der kleine Partyausreißer für zwischen durch. 90er Vibes mit lecker Bierchen. Endlich normale Leute. Und wo wir schon bei Party sind. Die Party Pirates von Alestorm werden das Festival entern wie einst Paul Burchill Smack Down!
Jedes Festival braucht doch einen Grind am Mittag. Mit den Tschechen von Gutalax und den Hannoveranern Excrementory Grindfuckers stehen potentiell gleich zwei Bands für dieses Slot bereit. (Hoffentlich auch ein paar saubere Mobiltoiletten für den obligatorischen Dixi Crowedsurf)
Die 00erJahre waren ein wildes Jahrzehnt der Musik. Gerade der Der Nu Metal umfasste Bands die Einflüsse aus Hip Hop, Elektro und Metal kombinierten. Etwas heraus stachen da Alien Ant Farm. Ganz greifbar ist ihr Genre nicht aber mit dem Michael Jackson Cover „Smooth Criminal“ hatten sie den Hit ihrer Epoche (Im Musikvideo übrigens in einem Wrestling Ring Performend).
Meine dezenten Anspielungen an den Professionellen Ringkampf habt ihr vielleicht bemerkt. Aber warum? Nun weil auch die gefährlichste Band Osnabrücks auf dem Line up steht. Die Death Match Luchadores der Wrestlemaniacs werden die Bühne fachgerecht, mit ihrem Wrestling Metal und Catch Core, zerlegen. „Don`t Try This At Home“.
Das weitere Line Up setzt sich wie folgt zusammen: Agnostic Front, Avatar, Black Lable Society, Lamb of God, The Ghost Inside, Thy Art Is Murder, Imminence, Paleface Swiss, Thrown, Kim Dracular, Soulfly, Dead By April, Perturbator, Stick To Your Guns, Terror, Fit For An Autopsy, Dominium, Northlane, Future Palace, Deafhaven, Kittie, Gaera, Thundermother, ZSK, Vended, From Fall To Spring, Signs Of The Swarm, Misery Index, Self Deception, Allt, Broken By The Scream, 100 Kilo Herz, Cytotoxin, Luna Kills, Inhuman Nature und Vulvarine.
Das Line up bietet eine Mischung aus Metal, Punk, Hard Rock und Core. Dazu Bands aus dem EMP Katalogbereich so wie dem Underground. Da kannste doch echt nicht meckern. Wer noch kein Ticket hat, die letzte Verkaufsphase ist bereits gestartet. Haltet euch also ran. Cheers.
