Jahresrückblick 2025

So da ist er. Der erste Jahresrückblick seit 2023. Das bedeutet natürlich auch Veränderung den einen Redaktionspoll kann es schlicht nicht mehr geben. Ich bin ja die alleinige Redaktion. Deswegen gibt es hier einen kleinen Rückblick auf die letzten 12 Monate aus den Augen meiner Wenigkeit.

Das Jahr begann für mich, und vielleicht auch für euch, mit der positiven Nachricht, dass ich die Heavy Stage Force weiter führen kann. Zwar mittlerweile als One Man Army (Ohne Undead Quartett) aber immerhin kann ich euch über Facebook mit News versorgen und über die Magazinseite weiterhin mit Reviews, Plattenkritiken und vereinzelten Kolumnen. Alles geht etwas langsamer aber es geht. Nach dieser positiven Nachricht folgte allerdings der erste Tiefschlag!

Der Bastard Club muss seine Pforten schließen. Nach fast 15 Jahren am Standort Bursche Straße fällt den Behörden dann plötzlich auf, dass der Laden den Brandschutzbestimmungen nicht entspricht. Damit schließt bereits der zweite Kulturbetrieb, nach dem Ostbunker, innerhalb des noch jungen Jahres. Mir ist selbst sehr wohl bewusst dass sich Bestimmungen über Jahre hinweg ändern können. Es erscheint mir allerdings doch auch jetzt noch sehr willkürlich da man bereits 2010, beim Einzug des Clubs, vielleicht mal darauf hätte aufmerksam machen können. Ändern können wir es alle nicht und wie wir alle mittlerweile wissen hat das ganze ja noch ein Gutes Ende genommen. Der Bastard Club wird zukünftig wieder an seinem ursprünglichen Standort. Der Skatehalle an der Rosenburg sein zu Hause finden und das ist auch gut so. Eine der letzten Kulturbastionen leistet Wiederstand. Doch sei noch erwähnt das wir mit der Botschaft in diesem Jahr eine neue und moderne Konzert Venue erhalten haben die zukünftig für mittelgroße Konzerte genutzt werden kann, und auch wesentlich zentraler als der Hyde Park liegt.

Was dieses Jahr allerdings zu Hauf bot, war der Verlust geliebter und geschätzter Persönlichkeiten. Gerade einmal zwei Wochen nach dem der Prince of fucking Darkness, Ozzy Osbourne, in seiner Heimat Birmingham eine emotionale und wunderbare letzte Show absolviert hat, die ihn Würdevoll in die Rente schickte, verstarb er. Irgend wie war es uns allen klar aber dennoch war es eine bittere Tatsache das nun, nach Lemmy 2015, die nächste Lichtgestalt der Rock Musik, und der Mitbegründer des Heavy Metal, von uns ging. Und als ob das nicht genug war mussten Wrestling Fans nur wenige Tage nach dem Verlust von Ozzy, der im übrigen auch Teil der WWE Hall Of Fame ist, schmerzlich einsehen das selbst der immortal Hulk Hogan seinem Namen als unsterblicher nicht gerecht werden kann. Auch der kurz zuvor bei den Progressive Sludge Urviechern, Mastodon, ausgeschiedene Gitarrist und Sänger Brent Hints, verlor sein Leben bei einem tragischen Verkehrsunfall im August. Nur wenige Wochen später, am 16. September, folgte ihm dann Tomas „Tompa“ Lindberg, Frontmann der Melodic Death Metal Pioniere At The Gates. Er verlor den Kampf gegen ein adenoid – zystisches Karzinom (Mundhöhlenkrebs). Zuvor hatte er aber noch das neue Album eingesungen, welches wir hoffentlich im Kommenden Jahr in seinem Gedenken hören dürfen. Leider sind wir auch hier noch nicht am Ende. Denn kurz vor Jahresende erreichte uns noch die Meldung dass auch The Cure`s Gitarrist Perry Bamonte nach kurzer Krankheit verstarb. Es ist in diesem Jahr so dermaßen oft zu Todesmeldungen gekommen das ich gar nicht weiß ob ich hier jeden aufgezählt habe. Aber für alle von uns gegangen. Rock In Peace!

An dieser Stelle kamen in der Vergangenheit alle Redakteure und Mitarbeiter*innen zu Wort um ihren Jahrespoll zu erstellen. Das mache ich in diesem Fall jetzt mal frei und ohne Anspruch auf Vollständigkeit selber. Ich bin niemand der alle aktuellen Veröffentlichungen auf dem Schirm hat. Ich besitze viele Platten, CD´S und auch einige Tapes. Dabei passiert es aber oft das ich nicht immer das aktuellste höre sondern gerne auch mal abseitiges streame oder alte Alben noch einmal höre. ein Album des Jahres wir es daher von mir nicht geben. Aber die Veröffentlichungen die mich dieses Jahr am meisten beeindruckt haben sind:

Dark Tranquillity – „Endtime Signals“. Wer etwas von den Schweden kauft weiß was er bekommt. Qualität und eingängen Melo Death der aber nie kitschig oder kommerziell anbiedernd wird.

Tomb Of Giants – „Holding The Flame“ es ist nur eine EP aber sie ist ein Zeugnis davon, was für eine Entwicklung diese Band durchgemacht hat. Der Wechsel des Frontmanns hat den Jungs definitiv gut getan.

Wrestlemaniacs – „Promo 2026“. Zwei Songs straight in die Fresse. Kein Kommentar nötig.

Als Konzerthighlights muss ich die Doppeljubiläumsshow von Dark Tranquillity zu ihren beiden Alben „The Gallary“ und „Character“ erwähnen sowie den Rock Harz Gig von Haeven Shall Burn mit Britta am Mikro. Hat man so noch nie gesehen. Wird man wohl auch so schnell nicht mehr.

Das solls gewesen sein. Für 2026 wünsche ich mir, neben geilen Gigs und veröffentlichungen, das sich die Lage der Welt etwas entspannt. Und das die Menschheit wieder versteht das Faschismuss der Feind aller Freiheiten und Subkulturen ist. Kultur und Subkultur können unter Akteuren wie Putin, Trump oder der AfD nicht aufblühen. Im Gegenteil sie währen eines der ersten Ziel der faschistischen Gleichschaltung. Wer Metal hört wählt keine Nazis. FCKAFD, Kein Bock auf Nazis und Slawa Ukrajini.

Kommt gut rein und Cheers.

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