21 Jahre Turock

13.12.2025 Essen Turock : Eternal Evil, Megaton Sword, Deathrite, Naevus, Chapel Of Disease, Blood Feast

21 Jahre Turock und der Eintritt ist frei. Dazu das Line Up eines hochwertigen Underground Festivals. Joa kann man machen. Und das trotz der Tatsache das John Cena an diesem Abend sein letztes Match bestrieten wird. Mein Wrestling Herz weint, mein Metal Herz ist schon lange besoffen.

Mit dem Auto bis nach Bochum, wo ich die Nacht verbringen werde, und dann , erstaunlich unkompliziert, mit der S-Bahn nach Essen. Als ich mir den Weg über den Weihnachtsmarkt bahne ,werde ich noch kurz von einem freundlichen aber aufdringlichen, südländischen Parfümhändler in seine Parfümerie gezogen. Ich schaffe es zwar schnell wieder raus aber habe dennoch eine Kostenlose Probe Armani dabei, die ich wahrscheinlich nie nutzen werde. Einfach nicht mein Stil. Am Turock angekommen erwartet mich zunächst Leere. das wundert mich schon etwas, denn es gab tatsächlich die Möglichkeit sich für 55€ eine Reservierung zu buchen, um garantierten Einlass zu bekommen. Wohlgemerkt waren davon 5€ Eintritt und die restlichen 50 Taken können versoffen werden. Das es dieses Angebot gab ist darauf zurückzuführen das in der Vergangenheit der Laden immer knacke voll war. Das jetzt noch niemand ansteht wunder selbst die Natives. Tatsächlich bekomme ich an der Garderobe die Marke 001 Ausgehändigt. Ja es ist ein Soft Opening, Einlass 14:00 Uhr Beginn 16:00 Uhr. Aber der erwartete Ansturm bleibt aus. Gut dann gehe ich noch schnell ins Nord einen Burger essen und habe dabei eine wirklich nette Unterhaltung mit zwei Ur Ruhrpöttern ,auf dem Weg zum RWE Spiel, über Fußball und Metal. Einen der Beiden werde ich später im Turock wieder begegnen.

Eternal Evil eröffnen, leicht verspätet weil kurzfristig eine Band ausgefallen ist, dann, wie könnte es im Ruhrpott anders sein, mit Thrash Metal den späten Nachmittag. Durch ihre Thrasheruptionen zieht sich aber durchaus ein melodischer Faden. Da die Band auch nicht aus Deutschland kommt scheint man sich ehr am Bay Area Sound als am Ruhrpott Stahl zu orientieren. Aber wie sagt man hier?“ Thrash is Thrash“. Und die Band kommt beim langsam eintreffenden Publikum gut an.

Bei einen Namen wie Megaton Sword hätte ich ehr an Thrash gen Heavy Metal gedacht. Tatsächlich bewegt sich die Band aber ehr im Epischen Heavy Metal fort, auch wenn ihre Songs nicht die übliche Länge des Genres erreichen. Und wer schon immer mal wissen wollte wie ein junger Mille Petrozza in den Lederklamotten von Rob Halford und der gestenreichen Theatralik von Eric Adams, aus gesehen hätte? Der muss sich nur ihren Frontman ansehen. Ob seine Stimme an eine der genannten Persönlichkeiten erinnert kann ich leider nicht sagen. Der Gesang ist während des gesamten Gigs leider viel zu leise abgemischt.

Exzentrisches Bühnen Aerobic bietet uns Frontmann Tony Heinrich von Deathrite, die auf der Running Order fälschlich als Deatride betitelt wurden, zu sehn. Eine Mischung aus bessenen Verrenkungen und schmerzhaften Ausdruckstanz. Bis er den Mikroständer in die Ecke der Bühne pfeffert. Die Sachsen bieten eine Mischung aus Death Metal, Grindcore, Hardcore Punk und Punk. Alles zusammen vermengt. Es ballert gewaltig aber zwischen all dem Geholze sind Struktur, Groove und ein Hauch Melodie auszumachen. 5/5 Sterne gerne wieder.

Naevus bieten eine ganz andere Soundkulisse. Die Süddeutschen spielen eine Art Doom Sludge. In der Stimme ihres Gitarristen und Sänger liegt eine gewisse Quäckigkeit die aber gleichzeitig auch Zerbrechlichkeit transportiert. An Vielen Stellen ihres Sets erinnern sie mich Stark an Undertow zu „In Deepest Silence“ Zeiten was auch Titel wie „Back Home“ oder „The Dead Don`t Sleep“ namentlich unterstreichen. Angesprochen auf diese Ähnlichkeit erfahre ich dann das Undertow und Naevus tatsächlich sowas wie Nachbarn sind.

Chapel Of Disease haben sich von einer einstigen Death Meta Band hin zu progressiveren Klängen entwickelt. Zwar merkt man immer noch deutlich den Death Metal Anteil. Aber vielmehr sind sie mittlerweile da angekommen wo Opeth aufhörten Death Metal zu sein. Das riesige Okkulte Backdrop und der viele Nebel erzeugen mit der okkult progigen Soundwand, für mich, eine gewisse Culthe fest Stimmung.

Es hat sich zusehends geleert und das obwohl mit Blood Feast noch eine Band ansteht, Die dem Flyer zu entnehmen auch der Headliner ist. Der Tag wurde mit Thrash Metal eröffnet und er endet auch mit Thrash Metal. Sehen die älteren Herren abseits der Bühne so aus als hätten sie sich hoffnungslos in der Location vertan, liefern sie auf der Bühne umso mehr ab. Warum mir diese Band bisher unbekannt war kann ich nicht sagen. Aber jeder der jetzt schon gegangen ist verpasst was. Mein Alkoholpegel hat mittlerweile einen gemütlichen Stand erreicht. Der anderer leider schon einen unangenehmen weshalb nach Blood Feast leider für mich und meine Begleitungen Schluss ist. Allerdings haben meine Spitzel vor Ort berichtet dass auf der Aftershowparty eh nicht mehr viel ging. Schade das solche Events ,mittlerweile selbst kostenlos, Generation Netflix nicht mehr von der Couch holen. Ich werde allerdings wieder kommen. Cheers

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