Bastard Benefiz

12.12.2025 Skatehall Osnabrück: Hellgun, Tomb Of Giants, Savage Blood

Und wieder lädt der Bastard Club zum Benefiz meddeln in seine neue /alte zukünftige Residenz ein. Heute ganz im Zeichen der traditionelleren Töne aus Heavy – und Power Metal. Und weil Chat GPT irgendwie der Meinung ist das die Heavy Stage Force sich mittlerweile auf Extreme Metal fokussiert hat, muss auch mal wieder etwas Traditionsstahl ins Portfolie wandern.^^

Als ich mein Auto auf der anderen Straßenseite parke und aussteigen, riecht es schon stark nach Rauch auf der ganzen Straße. Nein Gondor ruft nicht um Hilfe. Das Lagerfeuer vor der Halle wurde bereits entzündet und sorgt für gemütliche Atmosphäre. Aus der kleinen Holzhütte am Eingang verkauft Mutti Glühwein und Bockwust….. ja das steht da tatsächlich so. In der Bar der Saktehall stehen nicht nur gemütliche Polstersessel aus Omas Wohnzimmer bereit. Sondern auch ein Heizstrahler um die Bude mukkelig zu halten.

Hellgun eröffnen den Abend auf der Bühne. Seit gut zwei Monaten ist die Band zu einem Quintett angewachsen. (Ex)Frontmann Kai beschränkt sich jetzt nur noch auf die Lead Gitarre und Backingvocals. Hinter dem Mikro steht jetzt eine Frau, deren Namen ich nicht kenne, ich es aber witzig fände wenn sie Helga heißen würde. Wegen Hellgun ihr versteht?…..Nicht? Aber nicht nur in der Besetzung gab es Änderungen sondern auch im Sound. Zuletzt sah ich die Band auf der Maiwoche wo ich sie deutlich weniger heavy in Erinnerung hatte als sie jetzt gerade tatsächlich klingen. Weniger Hard Rock dafür mehr Metal. Auch scheint man uns heute mit etwaigen Metal Eastereggs bespaßen zu wollen. Gleich im Opening Track „Nothing To Lose“ klingt Kai´s Gitarrensolo aber sowas von nach „Raining Blood“ und der Schlusspart des Songs wird durch „Killing In The Name“ Rage Against The Machine ersetzt. Zumindest letzteres war Absicht wie ich auf Nachfrage erfahre. Aber auch in anderen Stücken klingt der Bass mal kurz nach Tool oder wie in „Gun Of Darkness“ das Intro mal nach „Sweet Child O Mine“. Ob das wirklich der Modus Operandi der Band ist, ich einfach zu viel Musik höre und daher Parallelen ziehe, oder schlicht und ergreifend der Zufall hier dafür sorgt? Wir werden es wohl nie erfahren.

Eine künstliche Feuerschale mit Flackerlicht und Stoffgebimsel soll ein wenig Atmosphäre erzeugen. Tomb Of Giants posen sich über der Bühne. Ja von allen drei Bands an diesem Abend haben die Jungs hier das große `How To Look Metal On A Stage` Buch von Mötley Crue und Manowar zweimal gelesen. Die Posen sitzen der Sound auch und weil man sich nicht zu Ernst nehmen will, und es auch im Metal weihnachten darf, Steht kurze Zeit später auch der Weihnachtsmann an der Gitarre. In seinem Kuhzifest Beutel hat er auch kleine Geschenke, wie ihr selbst betiteltes Debüt oder auch einige Untersätze mit dabei, die spendabel ins Publikum verteilt werden. Musikalisch bietet man einen Querschnitt durch die eigene Diskographie. „Ad Victoria“ oder auch „The Flame“ von ihrer aktuellen EP „Holding The Flame“ ( Die ich für euch auch hier besprochen habe). Das wirklich gut designte Shirt gibt’s für 15€ am Merchtable und die Jungs machen später sogar noch Fotos mit den Extreme Nice People von Metalety. Sympatisch!

Savage Blood geben heute ihr letztes Konzert in Osna für dieses Jahr. Gut dieses ist ja auch so gut wie rum. Auch hier gibt es einen guten Querschnitt durch das eigene Schaffen. Mit Stücken wie“ Lord Of The Dark“ oder „Downfall“. Mit „Bloodstains“ spielt man sogar ne Nummer die man Live von den Jungs noch nie gehört hat. Live Primäre im Bastard Club. Das mein Lieblings Stück „Queen On The Run ausgerechnet dann gespielt wird wenn ich gerade auf den Weg zur Toilette bin, ist wieder typisches Kevin Pech. Abgeschlossen wir der Gig mit „We Sweet Blood“, bei dem ich immer noch hoffe das der Song nicht auf einer wirklichen medizinischen Ausnahmesituation basiert. Falls doch: New Fear unlocked!

Zum Ausklang gibt noch ein zwei Getränke in der Bar, nette Gespräche mit Fans und Bands und die Tatsache das es sich bedingt durch diese Location wieder anfühlt als wäre es 2008.

Cheers

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